Der Horla von Guy de Maupassant

Jens Wawrczeck singt und liest

Die Geschichte

Ein Landsitz an der Seine. Der Ich-Erzähler aus Guy de Maupassants Novelle verbringt hier idyllische Sommertage. Doch plötzlich scheint ein neuer Hausgast eingezogen zu sein, der ihn um den Schlaf bringt und geradezu wahnsinnig macht. Obwohl er sich nie blicken lässt. Maupassants Protagonist flieht nach Paris, kommt wieder zu Kräften und zu klarem Verstand und kehrt aufs Landzurück. Doch der „Horla“ ist noch da – und bestimmt zunehmend sein ganzes Leben. Bis er nur noch einen fatalen Ausweg sieht. Aber gibt es den „Horla“ überhaupt wirklich oder entspringt er lediglich seiner Fantasie? Eins ist zumindest sicher: So fantastisch war gepflegtes Gruseln selten.

Der Autor

Der Vielverfilmte. Guy de Maupassant begann seine Karriere als Ministeriumsangestellter. Über Gustave Flaubert bekam er Zugang zur Pariser Literaturszene und wurde als Autor von Novellen und Romanen schnell berühmt. Zahlreiche seiner Werke wurden für die Leinwand adaptiert, darunter auch „Der Horla“.

Informationen zum Hörbuch:

Audio CD

Preis: 16,00 € inklusive Versand

Pressestimmen

Von Wawrczeck sagt man, er habe eine weiche Stimme. Jugendlich. Verletzlich. Stimmt auch. Aber hier, auf dieser Aufnahme, ist sie anders. Besessen von dem Horla, dem Unsichtbaren Wesen, das in seinem Zimmer lebt, lehnt sich Jens Wawrczeck aus seinem Metier heraus, er biegt und verdreht sich, er spielt, er singt, er macht einem Angst. … Alles ist gespannt. Das Publikum ist kaum zu hören in dieser Live-Aufnahme, denn Wawrczeck hat sie alle, und geatmet wird erst, wenn es vorbei ist. … Wawrczecks Horla-Lesung … ist ein genialer Einakter, basierend auf einer 130 Jahre alten Geschichte. Genossen am besten im Dunkeln, alleine, den Branntwein zur Hand, die Türen und Fenster verschlossen.

Jens Wawrczeck schwelgt und glänzt beim Vortrag dieses Klassikers der Schauerliteratur. .. Die Live-Lesung, von Kai Schwind atmosphärisch bearbeitet mit Cello- und Harfenklängen, begeistert die Hörer ebenso wie den Vortragenden.

„Ein schrecklich-schönes Vergnügen.(…)Die Intensität des Auftritts ist auch noch im Mitschnitt zu spüren. (…) Wawrczecks atemloses Solo in sprunghaft wechselnden Stimm- und Gefühlslagen wird strukturiert durch musikalische Zwischenspiele, die für die passende Atmosphäre sorgen und zunehmend dramatischer werden. Maria Todtenhaupt entlockt ihrer Harfe geisterhafte Töne, während Anne Müller am Cello das Abgründige auslotet. Für die Komposition ist Martin Stelzle verantworlich.“

Erstaunlich. Inhaltlich sowieso, aber erst recht stimmlich. Jens Wawrczeck gehört zweifellos zu den Meistern seines Fachs. ..  (Er) liest das Tagebuch des Ich-Erzählers virtuos: Leiser Zweifel, neue Hoffnung und atemlose Panik wechseln sich in seiner Stimme ab, so dass sie manchmal kaum wieder zuerkennen ist. Ein großes Vergnügen für alle Freunde des wohligen Grusels.

Jens Wawrczeck durchlebt das Schicksal des Ich-Erzählers in Maupassants „Der Horla“ zitternd, hoffend, bebend. So entsteht ein subtiles Psychogramm. (..) Kino für die Ohren – unmittelbar, schillernd, packend.

Hörbuch der Woche

Mit „Vorlesen“ ist das, was Wawrczeck, unterstützt von drei Musikern, auf der Bühne des Glaspalastes in Berlin abgeliefert hat, im Übrigen nur unzulänglich bezeichnet. Er macht sich ganz zum Medium des Textes, wird selbst zum Gehetzten, spielt virtuos mit den Untertönen der Verzweiflung, Angst und Hoffnung – und versteht sie in verschiedenen Dosierungen zu mischen.